Zarzuela ist die Bezeichnung für eine typisch spanische Gattung des
Musiktheaters, die einige Ähnlichkeit mit der französischen
opéra comique und dem deutschen
Singspiel hat. Wie diese ist die Zarzuela durch abwechselnd gesprochenen und gesungenen Text gekennzeichnet. Die Zarzuela entstand Ende des
17. Jahrhunderts zunächst als höfisches Festspiel in Art eines Singspiels. In einer nahe bei
Madrid gelegenen Waldgegend, dem sogenannten Pardo, hatten sich die spanischen Könige inmitten dichten Brombeergebüschs ein Schlösschen errichten lassen, das den Namen
Palacio de la Zarzuela (von
span. zarza, „Dornbusch“) bekam. Der Infant Don Fernando, späterer Statthalter der spanischen Krone in den Niederlanden, war ein großer Freund der Jagd und benutzte dieses Schlößchen oft zur Übernachtung, wenn die Jagd am anderen Tag fortgesetzt werden sollte. Wenn nun das Wetter keine Jagd erlaubte, ließ der König zu seiner Unterhaltung die Komödianten aus den Theatern der nahegelegenen Hauptstadt kommen.
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