Sherry ist ein spanischer
verstärkter Weißwein, der einem speziellen Reifeprozess unterzogen wurde und zur Kategorie der
Likörweine zählt. Durch sein Herstellungsverfahren entwickelt er ein nur diesem Wein eigentümliches, an Mandeln und Hefe, bisweilen auch an Hasel- und Walnüsse erinnerndes Aroma. Das Hauptmerkmal aller Sherrys ist, dass sie zunächst aus einem trockenen Weißwein aus der Palomino-Traube hergestellt werden. Dieser Wein wird nach vollendeter Gärung mit
Branntwein versetzt, d. h. von ursprünglich 11 bis 12 auf 15 bis 19,5 Prozent Alkohol
aufgespritet, und anschließend in unverschlossenen 600-Liter-Fässern an der Luft gereift. Alle Sherrys sind somit ursprünglich trocken. Zum Süssen der Sherrys werden vor der Füllung Weine aus den Rebsorten Moscatel oder Pedro Ximenez hinzugegeben. Die Trauben dieser Rebsorten werden nach der Ernte nicht sofort gekeltert, sondern zunächst getrocknet. Der Saft aus diesen Trauben ist dann stark konzentriert und die Weinhefe kann nicht den gesamten Zucker in Alkohol umwandeln. Andere Rebsorten ausser Palomino, Moscatel und Pedro Ximenez dürfen zur Sherryherstellung nicht verwendet werden, werden aber gelegentlich in der Provinz Cadiz zur Tafel- und Landweinherstellung angebaut. Sherry wird während seiner Fassreife aus Weinen unterschiedlicher
Jahrgänge verschnitten, und ist als
Herkunftsbezeichnung geschützt: Nur Weine aus dem andalusischen "Städtedreieck"
Jerez de la Frontera,
Sanlúcar de Barrameda und
El Puerto de Santa María dürfen als Sherry bezeichnet werden.
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