Der Wigwam ist eine
Behausung der in den nördlichen Waldgebieten
Nordamerikas heimischen
Indianer. Das Wort stammt aus der Sprache der
Algonkin-Indianer und bedeutet in etwa gebrochene Stangen. Seine Bauweise ähnelt insoweit der eines
Tipi, unterscheidet sich im Übrigen aber deutlich davon: Zum Bau eines Wigwam wurden junge
Hickorystämme oder frische
Ulmenstämme abgeholzt, von den Ästen befreit und anschließend in einem Kreis von drei bis sechs Metern aufgestellt. Je nach Größe des Wigwam benötigte man zwischen sechs und 18 dieser bis zu fünf Meter langen Stangen. Unten wurden sie durch Eingraben in den Boden gesichert, von unten nach oben wurden sie nach und nach mit Querstangen verstrebt. Schließlich wurden die Spitzen der Stangen oben zu einer Art Rahmen zusammengebunden. Dieses Gestell wurde nun mit
Grasmatten oder
Schilfmatten bedeckt. Im Winter, wenn kein hohes Gras zur Verfügung stand, nahmen die Indianer auch Baumrinde von der
Birke oder der
Kastanie. Das Wigwam konnte, genau wie das Tipi, innen mit offenem Feuer beheizt werden.
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