Als Unierte Kirchen bzw. offiziell Katholische Ostkirchen bezeichnet man jene
Ostkirchen, die mit Kirche und
Papst von Rom in Glaubens-, Gebets- und Sakramentengemeinschaft stehen. Sie feiern den Gottesdienst nach verschiedenen östlichen
Riten und stehen in ihrer Tradition und hierarchischen Verfasstheit den anderen
Ostkirchen nahe, erkennen jedoch den
römischen Papst als Oberhaupt der Weltkirche an (deswegen auch mit Rom unierte, d.h. geeinte Kirchen genannt). Von beinahe allen ostchristlichen Patriarchaten und
Landeskirchen sowie
Liturgiefamilien gibt es „unierte“ Zweige. In der Regel sind sie gegenüber ihren jeweiligen byzantinisch-orthodoxen oder orientalisch-orthodoxen Mutterkirchen mehr oder weniger stark in der Minderheit, in manchen Ländern aber (z. B.
Ukraine) verzeichnen sie starken Zuwachs. Einige Ausnahmen sind zu beachten: Einen Sonderfall bildet die Kirche der
Maroniten, die zur Gänze mit Rom uniert ist. Die
Chaldäisch-katholische Kirche ist inzwischen deutlich mitgliederstärker als ihr nichtkatholisches Gegenüber, die
Assyrische Kirche des Ostens. Unter den
Thomaschristen steht der katholischen
Syro-Malabarischen Kirche nur eine kleine Gruppe von Nichtkatholiken gleicher ostsyrischer Tradition gegenüber.
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