Das Stigma (
griechisch στíγμα, Mehrzahl Stigmata) bedeutet „Stich“, „Punkt“ oder „Brandmal“. Der Begriff stehtim
Katholizismus für Wundmale, die in Anlehnung an die Verletzungen Jesu Christi während der
Passion am Körper eines lebenden Menschen erscheinen, siehe
Stigmatisationim Film
Stigmata kommt dieses Phänomen vorTitel des Dramas „Stigma. Eine Passion.“ von
Felix Mitterer in der Soziologie und Psychologie für ein Auffälligkeitsmerkmal als Ausdruck der Abwertung Einzelner oder von Gruppen, die Ursache und Folge sozialer Randständigkeit sein können, siehe
Stigmatisierungin der Psychoanalyse für ein psychosomatisches
Symptom, das während der bzw. durch die Behandlung auftreten kannin der Psychiatrie für ein Phänomen, das bestimmte Störungen anzeigen kann (so steht z. B. eine Lähmung als
hysterisches Stigma stellvertretend für innere Konflikte oder Traumata)historisch z. B. für die Kennzeichnung von Sklaven, aber auch von Dieben, Fälschern, Prostituierten mit einem Brandmal bzw. von Juden in der NS-Zeit mit dem
Judenstern, siehe
Schandmal und vergleiche soziologische und psychologische Bedeutungin der Zoologie für eine der vielen Öffnungen des Tracheensystems, durch die die Atemluft eintritt, siehe
Stigma (Zoologie)in der Botanik für einen Teil des
Stempels einer Blüte, siehe
Narbe (Botanik)in der Medizin für den gefäßlosen Fleck am
Graafschen Follikel, der sich kurz vor dem Follikelsprung zeigt oder das Auftreten von körperlichen Erscheinungen oder Ausprägungen, die für eine
Pathologie typisch sind (z. B.
Leberhautzeichen)für die
Ligatur aus Sigma und Tau, die als griechisches Zahlzeichen für 6 benutzt wurde, siehe
Stigma (Buchstabe)in der Mikrobiologie für ein Zellorganell einiger
Flagellaten, das bei deren Ausrichtung/Bewegung zum Licht (Phototaxis) hin mitwirkt. Beispiel: „Roter Augenfleck“ (carotinoidhaltiges Stigma) bei Euglena sp. (Augentierchen). Siehe auch
Makel,
Kainsmal,
Prestige (Soziolinguistik)
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