Scherzo (gesprochen [], Mehrzahl Scherzi) ist die Bezeichnung für eine musikalische
Satzform und einer der vielen
Italianismen der deutschen Musiksprache.Das Scherzo (von ital. scherzando "heiter", "lustig") ist seit
Ludwig van Beethoven zumeist der 3. Satz einer
Sonate oder
Sinfonie. Es ging aus dem
Menuett hervor, einem dreiteiligen Tanzsatz im 3/4-Takt, der in der
Wiener Klassik, z. B. bei
Joseph Haydn und
Wolfgang Amadeus Mozart, in die Sonate/Sinfonie integriert wurde und seinen Ursprung wiederum in höfischer Tanzmusik des
Barock hat. Ein Scherzo ist zumeist bewegt (schnell) und wird heiter und lebendig gespielt (Tempobezeichnungen:
Allegro,
Vivace oder
Presto). Das übliche Formschema ist, wie im Menuett, Scherzo -
Trio - Scherzo, schon Beethoven behandelt die Form aber ziemlich frei. In der Musik der Romantik treten oft weitere Mittelteile hinzu, so dass das Schema zum Beispiel A - B - A' - C - A" heißen kann.
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