Die Sabier waren eine im 12./13. Jahrhundert untergegangene Religionsgemeinschaft, die vor allem in der Region um
Harran und Sumatar im Südosten der heutigen
Türkischen Republik und in den benachbarten Gebieten des heutigen
Syriens und des
Libanons verbreitet war. Der Kult beruhte auf der Verehrung der Gestirne. Wichtigster Gott war der
babylonische Mondgott
Sin. Er wurde auch Marilaha (Götterkönig) genannt und sollte über die Planetengötter gebieten, welche eine Vermittlerrolle zwischen Sin und den Menschen einnehmen. Über den Kult sind wenig wirklich verifizierbare Nachrichten überliefert. Sin wurde in Form eines heiligen Steines im Haupttempel in Harran verehrt. Weiterhin ist u.a. überliefert, das die Sabier dreimal täglich Gebete verrichteten,
monogam lebten, keine
Beschneidung kannten, rituelle Waschungen vollzogen und lange Haare trugen. Verwandtschaft zu dem babylonisch-
chaldäischen Gestirnskulten ist zu vermuten. Von christlichen und muslimischen Autoren wurde verschiedentlich die Behauptung erhoben, das die Sabier den
Teufel anbeteten.
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