Das Pronomen (auch Fürwort, Mehrzahl Pronomina oder Pronomen) ist ein
Wort, welches ein anderes Wort (meist ein
Nomen) ersetzt. So die Definition in der Tradition der (scholastischen)
Sprachphilosophie.
Syntaktisch lässt sich
substantivischer und
adjektivischer Gebrauch von Pronomina unterscheiden. Bei adjektivischem Gebrauch oder bei Reflexivpronomina liegt keine Ersetzung vor: Hans verändert Hans - Hans verändert sich. (Hans und Hans = eine Person, nicht zwei Leute, die Hans heißen) Im ersten Fall wird man davon ausgehen, dass zwei Personen, die Hans heißen, gemeint sind. Die Bedeutung des so genannten Pronomens steht nicht fest im
Lexikon, sondern ändert sich je nach in der Sprechsituation Anwesenden (ich – du) oder Vorgängerausdruck (er, sie, es). Im ersten Fall handelt es sich um den Fall der
Deixis (Zeigwörter), im zweiten um den der
Anapher. Das deutsche Pronomen er kann sich entweder auf den Referenten eines Nomens beziehen, das vorher im Text aufgetaucht ist (Ein Mann kam um die Ecke. Er hatte eine Pistole.), oder aber in betonter Form auf eine Person, die die Gesprächspartner sehen oder kennen (Was macht er denn jetzt wieder für einen Unsinn?) – dann handelt es sich um einen deiktischen Gebrauch, der bei es nicht möglich ist.
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