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Henry Kissinger bei der Ablegung des Eides zum Amtsantritt als 56. US-Außenminister am 22. September 1973]]Der Eid (auch leiblicher Eid genannt) dient der persönlichen Bekräftigung einer Aussage. Er verpflichtet zur
Wahrheit (z. B. in
Schwurgerichtsverfahren) und zum Tragen der Konsequenzen (z. B. beim
Fahneneid) der Eidaussage. Der Eid wird oft als bedingte Selbstverfluchung bezeichnet, da bei einem Eid mit religiöser Beteuerung eine Gottheit als
Eideshelfer und als Rächer der Unwahrheit angerufen wird. Eide gibt es nicht nur in der europäischen Rechtstradition (z.B. bei den
Griechen,
Römern und
Kelten), sondern auch in
China, im alten Israel und bei zahlreichen ethnologisch untersuchten
indigenen Völkern. Der altgriechische
Eid des Hippokrates verpflichtete
Ärzte zur Einhaltung ihrer Berufspflichten und ethischer Prinzipien (u.a. die Kranken vor Schaden bewahren, die Pflicht zur Verschwiegenheit beachten). Als
Pendant zum hippokratischen Eid für Ärzte hat
Hartmut von Hentig den
Eid des Sokrates vorgeschlagen, damit
Lehrer und
Erzieher sich in ähnlicher Weise zur Achtung gegenüber Kindern verpflichten können.
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