Als Nomaden (v.
griech. - nomás „mit Herden herumziehend“; ) werden Menschen und Gesellschaften bezeichnet, die aus kulturellen, ökonomischen oder weltanschaulichen Gründen ein nicht sesshaftes Lebenskonzept wählen, sich in ihrer Wirtschaftsweise aber deutlich von nichtsesshaften
Wildbeuterkulturen unterscheiden, da die Haltung von domestizierten Nutztieren eine wesentliche Stütze der nomadischen Wirtschaftsweise darstellt. Besonders
Viehzucht,
Jagd und
Fischfang – siehe auch
Seenomaden – bedingen nomadische Lebensformen, wobei die Viehzucht in Kombination mit der Nichtsesshaftigkeit als eigentliche Definition des Nomadismus anzusehen ist. Umgangssprachlich werden oft nichtsesshafte Wildbeuterkulturen fälschlicherweise als Nomaden bezeichnet, auch wenn in jenen Kulturen Viehhaltung nicht vorhanden ist. Unter diesem Gesichtspunkt kann bei den indigenen Ethnien Amerikas nicht von Nomaden die Rede sein, da die Viehwirtschaft in Amerika bis zur Ankunft der Europäer unbekannt war.
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