Als Minstrel wurde eine im
19. Jahrhundert populäre Form der
Unterhaltungsmusik in den
USA bezeichnet. Sie begann inden 1830er Jahren bekannt zu werden und löste sich Anfang des 20. Jahrhunderts in moderneren Musikformen auf. Ursprünglich wurde die so genannten
Minstrel Shows von weißen Unterhaltungsmusikern aufgeführt, die ihre Gesichter schwarz färbten (
Blackface) und auf heute als
rassistisch zu betrachtende Weise das (vermeintliche) Leben der
Afroamerikaner karikierten. Sie imitierten zur Belustigung eines zumeist weißen Publikums ihre Sprache und versuchten, die afroamerikanische Art des Tanzens in übertriebener Weise nachzuahmen. Die Musik wurde als afroamerikanisch ausgegeben, war aber generisch rein europäische
Fiddlemusik. Sie imitierte die Art afroamerikanischer Musiker, den man auf den Plantagen das Spielen irischer Fiddletunes beigebracht hatte und die diese auf ihre spezielle Art spielten. Besonders seit dem Ende des 19. Jahrhunderts gab es immer mehr afroamerikanische Minstrelmusiker, die sich zumeist ihr Gesicht ebenfalls schwarz färbten. So konnten sie teilweise rassistische Auftrittsbeschränkungen umgehen, weil die Zuschauer gar nicht merkten, dass sie wirklich einen Schwarzen vor sich hatten. Die Minstrelmusik beeinflusste besonders maßgeblich die US-amerikanische
Popmusik dieser Zeit, aber auch
Bluegrass und
Country. Viele der afroamerikanischen Minstrels leisteten auch Beiträge zu einem
archaischem Jazz.
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