Moll (v.
lat. mollis „weich“) bezeichnet in der
Musik ein
Tongeschlecht. Dieses kann sich auf eine
Tonart, eine
Tonleiter, einen
Akkord oder einen einzelnen Musikabschnitt beziehen. Der Gegenbegriff zu Moll ist
Dur.Für die Moll-Zuordnung einer Tonleiter bzw. eines Akkords ist ausschlaggebend, dass sich zwischen dem
Grundton und dem dritten Ton ein Abstand (
Intervall) von einer kleinen
Terz befindet und damit eine so genannte Mollterz vorliegt. Das Grundmerkmal für Dur ist dagegen die große Terz.Es ist in der abendländischen Musik verbreitet, Durtonarten vorwiegend als „fröhlich“ und Molltonarten eher als „traurig“ zu charakterisieren, wenngleich die Wahl des Tongeschlechts nicht allein ausschlaggebend für den Charakter eines Musikstückes sein muss. Auch wenn diese grobe Einteilung oft zutrifft, lassen sich zahlreiche Beispiele anführen, in denen die Charaktere der Tonarten mehrdeutig oder sogar genau entgegengesetzt wirken. Besonders in der Kunstmusik findet man viele Beispiele für eine Umdeutung der klassischen Einteilung.
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