Als humanitäre Hilfe bezeichnet man die materielle und logistische Bereitstellung und Verteilung von Hilfsmitteln zum Schutz von Menschen in einer humanitären Notlage.Diese Notlagen können durch eine medizinische Katastrophe (zum Beispiel durch eine
Pandemie), eine Naturkatastrophe aber auch durch einen bewaffneten Konflikt entstehen. Eine der Grundregeln der meisten humanitären Hilfsorganisationen ist die Unparteilichkeit und
Neutralität. So fokussieren sich die humanitären Aktionen in der Regel auf die Beseitigung des Leidens der betroffenen Bevölkerung (Sicherstellung von Trinkwasser, Verteilung von Nahrungsmittel, Zelte, Decken, Gefangenenbesuche und Kontrolle der Haftbedingungen usw.) und nicht auf die Konfliktbeseitigung. Dies grenzt die humanitäre Hilfe von der
Entwicklungshilfe bzw.
Entwicklungszusammenarbeit ab.
Mehr unter Wikipedia.org...
Die Europäische Union ist insgesamt (Kommission und Mitgliedstaaten) einer der weltgrößten Geldgeber für humanitäre Hilfe.
Der Bereich der humanitären Hilfe hat innerhalb der Außenbeziehungen der Europäischen Gemeinschaft in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Dies ist einerseits auf die wachsende Anzahl der Krisen in der Welt und andererseits auf die Bereitschaft der Gemeinschaft zurückzuführen, im Rahmen der internationalen humanitären Hilfe größere Verantwortung zu übernehmen.
Somit wurde im Jahr 1992 das Amt für humanitäre Hilfe der Europäischen Gemeinschaft (ECHO) geschaffen. Dieses Amt hat den Auftrag, Opfer von Naturkatastrophen oder von Katastrophen, die vom Menschen selbst verursacht wurden, sowie Opfer von Konflikten außerhalb der Union zu unterstützen und Hilfe in Form von Gütern oder Dienstleistungen zu erbringen. Die Hilfeleistungen beruhen auf den Grundsätzen der Nichtdiskriminierung, der Neutralität und der Menschlichkeit und werden durch die Partner von ECHO bereitgestellt, d. h. durch Nichtregierungsorganisationen, humanitäre Organisationen der Vereinten Nationen oder andere internationale Organisationen.
Siehe auch:
Entwicklungshilfe