Grütze (von
althochdeutsch gruzzi für „Grobgemahlenes“) besteht aus grob geschnittenen Getreidekörnern wie
Hafer,
Gerste,
Hirse,
Buchweizen,
Mais,
Roggen oder
Weizen. Die Bruchstücke werden mittels Sieben sortiert und liegen in der Größe zwischen
Grieß und
Graupen.Grütze wird hauptsächlich für
Suppen,
Breie und einige Wurstsorten wie
Grützwurst verwendet. Aus vorgekochter Weizengrütze (
Bulgur) in gequollener Form werden in der orientalischen Küche Salate, z. B. mit
Minze,
Petersilie und
Tomaten, hergestellt. Fruchtige Süßspeisen wie die
rote Grütze wurden ursprünglich ebenfalls mit Grütze hergestellt, erfuhren jedoch im Lauf der Zeit eine Verfeinerung, so dass sich ihr Fruchtanteil in modernen Rezepturen erhöht hat und die Bindung statt mit Grütze mit
Speisestärke oder
Sago erfolgt – geblieben ist lediglich der Name ‚Grütze‘. Die in Ostdeutschland verbreitete rote Grütze, die aus Fruchtsaft und
Grieß hergestellt wird, entspricht insofern eher der historischen Zubereitung.
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