Eine Gondel (ital. Gondola) ist ein
venezianischer Bootstyp, der wahrscheinlich erstmals im
11. Jahrhundert aufkam. Es handelt sich um ein schmales Boot von bis zu 11 m Länge mit weit aufgebogenen Enden. Die "Gondola" wird von einem auf dem Heckschnabel stehenden "
Gondoliere" mit nur einem
Riemen (remo) vorwärts bewegt. Der mehrere Meter lange Riemen liegt in einer besonderen Vorrichtung, der "Gabel" (forcola), die in eine rechteckige Öffnung im Bootskörper auf der Steuerbordseite (trincarino) gesteckt wird. Zum Ausgleich des einseitigen
Vortriebs ist der Bootskörper entlang der Mittelachse
asymmetrisch gebaut, sodass er auf der
Steuerbordseite etwa 0,25 m kürzer ist als an der Backbordseite. Die Technik des Vortriebs der Gondel ähnelt jener des
Wriggens mit dem Unterschied, dass beim Wriggen der Riemen
achteraus gerichtet ist, wohingegen der Riemen der Gondel seitlich schräg ins Wasser getaucht wird. Unter der traditionellen, heute aber aus der Mode geratenen mittschiffs angeordneten Überdachung (felze) befinden sich Sitzplätze für zwei bis sechs Personen.
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