Geschriebene Sprache bezeichnet ein Zeichensystem, das formal nicht festgelegt ist, jedoch speziellen Normen gehorcht und in
schriftlicher Form vorliegt.Geschriebene Sprache beschreibt die Produktion von
Syntax und
Texten. Am Anfang steht immer das Wort, der Gedanke, der Einfall, welche jedoch im Rohzustand alle nur bedingt zugänglich sind. Hingegen stehen Dokumente, Schriftstücke etc. der Schreibforschung in physischem Zustand zur Verfügung.Die volkssprachliche Schriftkultur erfuhr seit dem 13. Jahrhundert einen Aufschwung durch das Aufblühen der städtischen Kultur. Dieser Aufschwung trug dazu bei, dass nicht nur dem Adel und Klerus, sondern weiteren Bevölkerungsschichten der Zugang zur geschriebenen Sprache ermöglicht wurde. Im 14. und 15. Jahrhundert verschwanden allmählich die Signale von konzeptioneller
Mündlichkeit, welche durch das Erscheinen konzeptioneller
Schriftlichkeit abgelöst wurden. Heutzutage wird häufig vernachlässigt, welchen kulturellen, soziologischen und temporär situationsbedingten Hintergrund der Schreiber zum Zeitpunkt des Umformulierens von Sprache in Schriftform hatte. Hintergrundwissen ist von großer Bedeutung, um die Intention des Autors verstehen zu können. Weiterhin wird den „Indizien des Schreibens“ (
Schriftduktus,
Motorik,
Schreibwerkzeug) wenig Beachtung geschenkt. Instrumente wie die Schreibmaschine und der Computer haben die Aufzeichnung
gesprochener Sprache wesentlich vereinfacht, da man diese mit ihnen nahezu wörtlich schriftlich protokollieren kann.
Mehr unter Wikipedia.org...