Ein Fabliau (auch Fablel) ist eine
mittelalterliche französische
Schwankerzählung in Versen, von
Spielleuten (jongleurs) in
satirischer Absicht vorgetragen. Die meist anonymen Stücke kamen im nordöstlichen Frankreich des 13. Jahrhunderts in Mode. Fabliaux hatten sehr oft eine unzüchtige Handlung und stellten gehörnte Ehemänner, gierige Geistliche und dummes Landvolk zur Schau. Die Darstellung der ländlichen Bevölkerung scheint allerdings von der Zielgruppe abzuhängen, für die das Fabliau geschrieben wurde. Vermutlich dem Adel zugedachte Stücke zeigten das Landvolk (vilains) dumm und gemein, während Stücke, die für die niederen Klassen geschrieben wurden oft berichteten, wie es sich gegen die Geistlichkeit durchsetzt.
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