Unter den Gezeiten oder der Tide (
niederdeutsch tiet=Zeit) versteht man den durch die
Gravitation des
Mondes und der
Sonne verursachten
Zyklus von
Ebbe und
Flut auf den großen Gewässern der
Erde. Allgemein treten
Gezeitenkräfte an ausgedehnten Körpern auf, die einander anziehen. Der Himmelskörper reagiert auf die Gravitationskraft mit Beschleunigung. Wenn diese senkrecht zur Bahnrichtung wirkt, beschreibt er eine Kreisbahn, bei Wirkung in Bahnrichtung wird er schneller, bei Wirkung gegen die Bahnrichtung wird er langsamer. In allen 3 Fällen hat nur der Schwerpunkt die „richtige“ Beschleunigung, die der Anziehungskraft zugewandten Partien werden stärker angezogen und müssten eigentlich stärker beschleunigen, die abgewandten umgekehrt. Deshalb wird der Himmelskörper zerrissen (z.B.
Shoemaker-Levy 9)oder seine Äquipotentialfläche bildet 2 Bäuche. Das Wasser passt sich schneller dieser neuen Äquipotentialfläche an als die träge Erdkruste. Dadurch entsteht das zeitliche Auf und Ab des Wasserstandes, was dem Phänomen den Namen gibt.
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