Pla Raa (
Thai:ปลาร้า, umgangssprachlich auch: Balaa, wörtlich: „Verrotteter Fisch“) ist ein eingelagerter, gesalzener und vergorener
Fisch, der oft in der Zubereitung von Salaten in der
thailändischen Küche verwendet wird. Neben anderen traditionellen Methoden, Fisch haltbar zu machen, z.B. an der Sonne trocknen oder räuchern, ist die
Fermentation mit Salz (vorzugsweise
Steinsalz) eine Methode, die besonders in
Nordost-Thailand, aber auch im benachbarten
Laos und in
Kambodscha gern benutzt wird. Die Art und Weise der Herstellung variiert etwas je nach Gegend. Es handelt sich um frisch gefangene, kleine bis mittelgroße Flußfische, die zuerst von Schuppen befreit werden. Oft werden auch die Köpfe und die Innereien entfernt, dann werden sie entweder ganz oder in Stücken mit Salz vermischt. Nach einigen Tagen wird der Fisch nochmals filetiert, manchmal auch nochmals gereinigt und anschließend in luftdicht verschlossenen Behältern verpackt. Die Behälter sind traditionell in einer charakteristischen Form aus Ton hergestellt. Um die Haltbarkeit zu verlängern, werden neben großen Mengen von Salz auch
Kohlenhydrate in Form von gekochtem Reis oder sogar Früchten hinzugegeben. Die Reifezeit dauert dann einige Wochen bis Monate.
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