Hakenbüchsen und Arkebusen nennt man eine vielfältige Familie von
vorderladenden Gewehren mit
Luntenschloss und einem Kaliber von ca. 18-20 mm, nach anderen Angaben bis zu 25 mm, des
15. und
16. Jahrhunderts (
Spätmittelalter) in Europa und Asien. Die früheren und schwereren Hakenbüchsen waren noch klobige Weiterentwicklungen der
Faustrohre, die man allerdings mittels
Kolben und
Luntenschloss entscheidend verbessert hatte (einige frühe Modelle mögen auch nur durch Kolben und Haken von einem
Handrohr unterschieden haben, und wurden wie gehabt abgefeuert indem man die Lunte händisch an das Zündloch führte); sie eigneten sich aufgrund ihrer Schwerfälligkeit ausschließlich als Verteidigungswaffen, quasi um von der Burgmauer herab zu schießen. Aus den Hakenbüchsen wurden Anfang des 16. Jahrhunderts die deutlich handlicheren Arkebusen entwickelt. Sie waren die kürzeren und leichteren Zwillinge der
Musketen – die so schwer waren dass sie stets eine Stützgabel erforderten – und konnten auch von Reitern genutzt werden; somit ermöglichten sie erstmals berittene Schützen, und stellen also die Vorläufer der
Karabiner dar.
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