Anamnesis ist das altgriechische Wort für
Erinnerung. Im Zusammenhang mit der
Philosophie Platons ist mit Anamnesis die Wiedererinnerung der
Seele an Wahrheiten gemeint, die diese vor der
Geburt bei der
Ideenschau aufgenommen hat (vgl.
Menon).
Sokrates verstand sein beharrendes Fragen als
Mäeutik (griechisch für „Hebammenkunst“): Er verhilft durch sein Nachfragen seinen Gesprächspartnern dazu, vorgefasste Meinungen aufzugeben und sich daran zu erinnern, wie es sich eigentlich verhält; er fördert also das in der Seele seiner Gesprächspartner verborgene Wissen wieder zu Tage, wobei wohl erst Platon das Konzept der vorgeburtlichen Ideenschau daraus entwickelte.
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Anamnese (von
griech. ανάμνησις anamnêsis „Erinnerung“) bezeichnet
Anamnese (Medizin), die im Gespräch ermittelte Vorgeschichte eines Patienten in Bezug auf seine aktuelle Erkrankung
Anamnese (Liturgie), das feierliche Gedächtnis des Todes und der Auferstehung Christi
Anamnesis, das philosophische Konzept der Wiedererinnerung der Seele an vor der Geburt geschaute Wahrheiten
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