Eine Hängepartie bezeichnet eine
Schachpartie, die abgebrochen wurde, um zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt zu werden. Beim Abbrechen einer Partie notiert der Spieler, der am Zug ist, seinen nächsten Zug (den Abgabezug) verbindlich auf seinem
Partieformular, ohne dass der Gegner den Zug sehen kann. Beide Partieformulare werden in einen Umschlag gesteckt. Auf dem Umschlag werden Stellung, Namen der Spieler, verbrauchte Bedenkzeiten, eventuelles
Remisangebot, welcher Spieler am wievielten Zug ist sowie Zeitpunkt und Ort der Wiederaufnahme der Partie notiert. Bei Wiederaufnahme der Partie muss der Spieler, der am Zug ist, genau den Zug ausführen, den er notiert hatte. So wird sichergestellt, dass keiner der beiden Spieler die Stellung kennt, in der er seinen nächsten Zug machen muss, was bei der Analyse sonst ein großer Vorteil wäre. Ein fehlerhaft notierter Abgabezug hat den Verlust der Partie zur Folge.
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