Agogik (griech. ágein = führen) bezeichnet die Kunst der
Tempoveränderung im Rahmen eines musikalischen Vortrags. Die Änderungen liegen außerhalb der mechanischen Tempowerte (
Metronom) und sind Bestandteil der musikalischen Interpretation durch den
Dirigenten oder
Solisten.Dies betrifft vor allem feinste Temponuancierungen innerhalb musikalischer Phrasen bei melodischen oder harmonischen Höhepunkten, die den Vortrag ausdrucksvoll gliedern und beleben. So benötigen große
Intervallsprünge ein wenig mehr Zeit als kleinere Schritte, werden harmonische Vorhalte oder der erste Ton einer Zweier-Bindung ein wenig gedehnt.
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