Der absolute Mehrwert bezeichnet in der Kritik der
politischen Ökonomie von
Karl Marx die Form der
Mehrwertproduktion. Diese resultiert nach Marx aus der formellen Subsumtion der Arbeit unter das Kapital. Damit ist nichts anderes als der Umstand des nicht für sich arbeitenden, sondern unter dem Kommando eines
Kapitalisten arbeitenden Arbeiters, gemeint: Seine Arbeitskraft, obwohl diese Teil seiner Person und von ihm nicht abtrennbar ist, hat er tage-, wochenweise (oder zu welchen Konditionen auch immer) verkauft. Nicht mehr der Arbeiter selbst, sondern der Käufer seiner Arbeitskraft verfügt über die Arbeitskraft bzw. über die Arbeitszeit. Der Käufer (=der Kapitalist) der Arbeitskraft wendet die von ihm erworbene Arbeitskraft für seine Zwecke an. Das bedeutet zunächst, dass er den Arbeiter länger arbeiten lässt, als dieser arbeiten müsste, um ein bloßes Äquivalent seines Lohnes zu produzieren. Das nennt Marx die Produktion des absoluten Mehrwerts: Die Produktion von Mehrwert mit dem Mittel der Kommandogewalt über fremde Arbeit. Davon unterscheidet sich die Produktion des
relativen Mehrwerts.
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