Die Organisation der
Werkbundsiedlung Prag fand in einer Zeit des Umbruches (1928-32) statt, die
Weltwirtschaftskrise hatte gerade tiefe Spuren in der exportorientierten Tschecholowakei hinterlassen, und der zunächst andauernde Boom in der Baubranche war am Ausklingen. Architekturgrößen, wie
Le Corbusier die einst erheblichen Einfluss auf die tschechische Moderne hatten wurden von ihren Verehrern gestürzt und verschiedene andere Strömungen wie z.B. der russische
Konstruktivismus hatten in Prag ihren Einfluss. Obwohl in diesem Spannungsfeld der Moldaumetropole keine großen Architekturkonzepte gefasst wurden, spielten die Ideen, welche sowohl aus Ost als auch West zusammenkamen eine große Rolle. Die Rahmenplanung war die Aufgabe des tschechischen Architekten
Pavel Janák, die einzelnen Wohnhäuser wurden nicht nach einem Einheitsprinzip sondern individuell geplant. Dennoch finden sich bei den verschiedenen Architekten Grundprinzipien wieder.
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