Vulgärmaterialismus ist eine polemische Bezeichnung für eine auch mechanischer Materialismus genannte Variante des Materialismus im 19. Jahrhundert, die von den Naturwissenschaftlern Carl Vogt, Ludwig Büchner und Jakob Moleschott vertreten wurde. Bei dem Vulgärmaterialismus handelte es sich um eine radikale und populäre Gegenbewegung zu den philosophischen Systementwürfen des deutschen Idealismus. Er stützte sich dabei auf die rasante wissenschaftliche und technische Entwicklung des 19. Jahrhunderts, etwa auf Charles DarwinsEvolutionstheorie oder auf die Überwindung der Kluft zwischen organischer und anorganischer Chemie durch Friedrich Wöhlers Synthese eines organischen Stoffes (Harnstoff).
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