Vendelzeit ist die Bezeichnung einer
Epoche der
schwedischen Frühgeschichte zwischen 550–
800 n. Chr. Benannt ist sie nach einer
Region in der mittelschwedischen Provinz
UpplandEine der zahlreichen Sonderformen von Grabbauten in dieser Epoche sind
Bootgräber, die bei Tuna, Ulltuna, Uppsala, Valsgärde und Vendel ausgegraben wurden. Die verbreitetste Form war die Leichenverbrennung und die Deponierung der Asche (mit und ohne
Urne) unter Erd- oder Steinhügeln. Eine auf Gotland vorherrschende Grabform stellen kreisrunde
Steinsetzungen, mit einer sorgfältigen Einfassung aus gelegten Kalksteinfliesen dar, wie sie auf dem
Gräberfeld von Trullhalsar liegen. Körperbestattungen kommen allerdings auch vor, besonders auf Gotland. In dieser Zeit entstehen auch die „Domarringen“ (Richterringe), die nordische Form der
Steinkreise, z. B. im
Gräberfeld von Blomsholm.
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