Termingeschäfte
Als Termingeschäfte bezeichnet man Käufe und Verkäufe, bei denen nicht sofort, sondern erst zu einem vereinbarten späteren Zeitpunkt geliefert und bezahlt wird. Alle Einzelheiten einschließlich des Preises werden schon bei Vertragsabschluß verbindlich festgelegt. Besonders häufig werden Termingeschäfte an den internationalen Waren-, Wertpapier- und Devisenbörsen abgeschlossen. Das Industrieunternehmen, das sich seine Rohstoffe zu einem festen Preis im voraus sichern will, ist ebenso daran interessiert wie etwa ein überseeischer Kupferproduzent , der seinen Verkaufserlös fest einplanen möchte, bevor er den Rohstoff verschifft. Der Exporteur, der seinem Kunden ein Zahlungsziel von einigen Wochen oder Monaten eingeräumt hat, kann für das Ende der Frist zu erwartenden Devisen sofort zper Termin" verkaufen, um das Kursrisiko auszuschalten. In der Regel weicht dabei der Terminpreis vom Tages- oder Kassapreis nach oben oder unten ab, je nachdem wie die künftige Entwicklung von Angebot und Nachfrage beurteilt wird.
In Deutschland ist der Terminhandel zur Zeit am Devisenmarkt (und an Warenbörsen) zulässig. Termingeschäfte mit Wertpapieren in der Spezialform des Optionshandels können seit 1970 wieder abgeschlossen werden.
© 2005
aspect online. Ihr Finanzportal für kostenlose Vergleiche von Versicherungs- und Bankprodukten.