Die Strukturpolitik ist ein Oberbegriff für die Gesamtpolitik der
wirtschaftspolitischen Maßnahmen zur Gestaltung der Struktur der
Volkswirtschaft eines Staates. Ziel der Strukturpolitik ist die Vermeidung bzw. Überwindung von
Strukturkrisen, die das gesamtwirtschaftliche Gleichgewicht stören. Mit Strukturpolitik werden Veränderungen in der Wirtschaft, die durch neue Produkte,
Globalisierung oder
Strukturwandel hervorgerufen werden, abgeschwächt oder sozial verträglich gestaltet. Strukturpolitik wird in folgenden Formen umgesetzt:als regionale Strukturpolitik, die durch Maßnahmen der Investitionsförderung die Ansiedlung von Industrien in Fördergebieten unterstütztoder als sektorale Strukturpolitik, die durch
Subventionen und
Steuervergünstigungen bestimmte Wirtschaftszweige aus politischen Gründen erhält (Erhaltungspolitik), Anpassungen an den Strukturwandel erleichtert (Anpassungspolitik) oder bestimmte zukunftsträchtige Technologien und Wirtschaftszweige und u. a. besonders den Einsatz von künstlicher Intelligenz in modernen Industrieregionen bewusst fördert (Gestaltungspolitik).
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Regionale sowie sektorale, d.h. auf bestimmte Branchen zielende, wirtschaftspolitische Maßnahmen werden unter dem Begriff "Strukturpolitik" zusammengefaßt. Ihr Ziel ist es, nicht mehr wettbewerbsfähigen Branchen durch - meist zeitlich begrenzte - Förderung die Umstrukturierung zu erleichtern oder benachteiligten Regionen durch Zuschüsse oder Steueranreize mehr Attraktivität zu verleihen. Strukturpolitische Hilfen sollten grundsätzlich zeitlich befristet und degressiv gestaffelt sein, um daraus nicht Dauer-Subventionen entstehen zu lassen.