Das Nationaleinkommen oder auch Sozialprodukt ist eine umfassende statistische Größe, die die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft in einem bestimmten Zeitabschnitt (oft ein Jahr) charakterisieren soll und vor allem als Einkommensindikator dient. Seit 1999 ersetzt in der amtlichen Statistik der Begriff des "Nationaleinkommens" den des "Sozialprodukts".
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Das Sozialprodukt ist der Gesamtwert aller in einer bestimmten Zeit - meist ein Jahr - von einer Volkswirtschaft erzeugten Waren und Dienstleistungen (
Wertschöpfung). Als volkswirtschaftliche Meßgröße spielt es eine wichtige Rolle, da es das wirtschaftliche Ergebnis eines Zeitraumes in einer einzigen Summe zusammenfaßt.
Statistisch wird das Sozialprodukt im System der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (= VRG) ermittelt. Dabei kann es auf folgenden drei Ebenen erfaßt werden:
bei der Entstehung als Beitrag der Sektoren Land- und Forstwirtschaft, Industrie und Baugewerbe, Handel und Verkehr, Dienstleistungsgewerbe und Staat
bei der Verwendung nach den Aggregaten privater und öffentlicher Verbrauch, Investitionen sowie Ausfuhr nach Abzug der Einfuhr
bei der Verteilung nach den Einkünften Löhne und Gehälter, Einkommen aus Unternehmenstätigkeit und Vermögen
Dargestellt wird es sowohl zu jeweiligen Preisen (= nominal) als auch auf Basis konstanter Preise eines "Referenzjahres" (= real). Mit der prozentualen Zunahme des Sozialprodukts drückt man das Wirtschaftswachstum einer Volkswirtschaft aus. Allerdings gehen in das Sozialprodukt einerseits nur statistisch erfaßbare und in Geld meßbare Werte ein (z.B. fehlen sowohl die Beiträge der Schattenwirtschaft als auch der Hausfrauen). Andererseits werden auch Tätigkeiten aufgenommen, die die Volkswirtschaft nicht bereichern (z.B. Bürokratie, Abriß von Gebäuden). Die Belastung der Umwelt durch die Wertschöpfung ist nur zum Teil berücksichtigt. Aus diesen Gründen kann das Sozialprodukt und sein Wachstum nur bedingt als Wohlstandsindikator angesehen werden.