Soziale Gerechtigkeit bezeichnet ein
Leitbild einer
Gemeinschaft, in der die
Verteilung ihrer Güter den von unterschiedlichen politischen Denkschulen unterschiedlich verstandenen, vorherrschenden ethischen Prinzipien dieser Gemeinschaft entspricht.
Gerechtigkeit ist eine sehr alte Forderung, mit einer Begriffsgeschichte, die bis in die Antike zurück reicht (vgl.
Dike,
Aristoteles). Der Begriff der "sozialen Gerechtigkeit" entstand in der Mitte des 19. Jahrhunderts im Zusammenhang mit der
Sozialen Frage. In
Deutschland wird er wieder seit den 1990er Jahren zunehmend in der politischen Diskussion benutzt. Hierbei sehen einige die "soziale Gerechtigkeit" als Schlüsselbegriff und Voraussetzung einer demokratischen Gesellschaft an, von anderen wird sie als inhaltsleeres
Schlagwort betrachtet – z.B. spricht das erste größere philosophische Werk, welches den Begriff zum Thema macht, von der "
Illusion der
sozialen Gerechtigkeit" (
Friedrich August von Hayek, The Mirage of Social Justice, London 1976).
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