Das Sonderziehungsrecht (SZR) (Special Drawing Right) ist eine künstliche
Währungseinheit, die nicht auf den
Devisenmärkten gehandelt wird. Sie wurde 1969 vom
Internationalen Währungsfonds (IWF) eingeführt.Bereits Anfang der 1960er Jahre wurden Stimmen laut, die Liquiditätsengpässe durch ein ungleiches Wachstum von Handelsströmen und der Reservewährung
US-Dollar befürchteten. Mit der Einführung der SZR wurde zusätzliche Liquidität für das internationale Finanzsystem geschaffen.Der Wechselkurs eines Sonderziehungsrechts ist durch einen Währungskorb wichtiger Weltwährungen definiert. Seit Januar 2006 enthält dieser Korb
US-Dollar (44%),
Euro (34%),
Pfund Sterling und
Yen (je 11%). Vor der Einführung des Euro waren
Deutsche Mark und
Französischer Franc Teil des Korbs. Als Maßstab für die Höhe des Betrages und damit des Gewichts der einzelnen Währung dient der Anteil des betreffenden
Staates am
Weltexport. Alle fünf Jahre werden die Gewichtung und die teilnehmenden Währungen vom IWF-Vorstand überprüft. Der Wert eines SZR wird täglich vom IWF festgelegt, basierend auf den Umtauschraten der Währungen, aus denen sich das SZR bildet. Es gilt die Kursnotierung der
Londoner Börse um 12 Uhr. Falls die Börse in London geschlossen ist, gilt die Notierung in New York und sollte diese ebenfalls geschlossen sein, gilt der Referenzkurs der
Europäischen Zentralbank.
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Die Mitglieder des Internationalen Währungsfonds (IWF) sind 1969 übereingekommen, neben Gold und konvertiblen Devisen (vor allem US-Dollar) als neues Reservemittel die Sonderziehungsrechte (SZR) einzuführen. Es handelt sich hierbei um Ansprüche gegenüber anderen Ländern auf Überlassung konvertierbarer Währungen. Sonderziehungsrechte werden den Mitgliedsländern ohne Gegenleistung zugestellt (
Währungsreserven). Andererseits bringt der Begriff "Ziehungsrecht" zum Ausdruck, daß es sich um Kredite handelt. Ein Land, daß Sonderziehungsrechte in Anspruch nimmt, muß sie verzinsen. 28. Februar 2000 wurden die Währungen von vier Mitgliedsländern an das SZR gebunden. Es handelt sich dabei um die vier wichtigsten Weltwährungen US-Dollar, Euro, Yen und britisches Pfund, deren Beträge täglich neu festgesetzt werden.