Siegfried E. Loch (*
6. August 1940 in
Stolp,
Pommern) ist ein
deutscher Schallplattenmanager, Produzent und Gründer des Jazz-Labels ACT.Loch wurde in Stolp (jetzt Slupsk in Polen) geboren und wuchs zunächst in
Merseburg auf, von wo er 1951 nach dem Westen (Hannover) übersiedelte. Der Besuch eines Jazzkonzerts von
Sidney Bechet 1955 in Hannover begeisterte ihn für den Jazz und ließ bei ihm früh den Wunsch entstehen, selbst Jazzplatten herauszugeben. Loch spielte selbst als Amateurmusiker in seiner eigenen Band „Red Onions“ von 1956 bis 1960, bevor er Vertreter für
EMI Electrola wurde. 1962 hörte er in Düsseldorf
Klaus Doldinger, den er zu Plattenaufnahmen überredete, wofür er sich erst im Nachhinein bei seiner Firma Philips Ton das Einverständnis holte. Das war seine erste Arbeit als Produzent. Bei Philips Ton hatte er den Bereich Jazz unter sich und brachte neben Jazzmusikern wie
George Gruntz,
Ingfried Hoffmann,
Klaus Weiss,
Attila Zoller sowie dem
American Folk Blues Festival auch Beat-Gruppen wie
The Searchers,
The Rattles, die
Spencer Davis Group und
Jerry Lee Lewis heraus. 1966 bis 1970 war er deutscher Geschäftsführer der neu gegründeten
Liberty/United Artists Records und des Metric Musikverlages in München. Der Liberty-Chef Al Bennett hatte über die
Beatles von ihm gehört und überredete ihn (schon damals wollte Loch eigentlich sein Jazz Label gründen), der Gründungs-Geschäftsführer zu werden. Er produzierte u.a. weiter Klaus Doldinger,
Jean-Luc Ponty (für Pacific Jazz),
Katja Ebstein und
Sigi Schwab. 1971 war er Gründungs-Geschäftsführer von WEA Music in Hamburg, den späteren Warner Music Germany, und des MUZ Musikverlags München. Bei Warner verhalf er u.a.
Marius Müller Westernhagen zum Durchbruch. 1975 wurde er Vizepräsident von WEA International und von 1983 bis 1988 Präsident der
WEA Europa in
London.
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