Der Begriff Selbstkontrolle bezeichnet die Einflussnahme höherer Prozesse auf das
Selbst, oder aber auch sich gegenseitig kontrollierende Mechanismen innerhalb von biologischen oder sozialen Netzwerken (siehe
Selbstorganisation).Insofern ist der Begriff "Selbstkontrolle" auch schon in Kritik geraten, da es ein "Selbst" bzw. ein "Individuum" vielleicht gar "nicht gibt", sodass auch eine intra-individuelle Selbstkontrolle (z. B. auch von Kriminellen: siehe auch
Willensfreiheit,
Selbsterkenntnis) letztlich immer nur auf einer gegenseitigen (
reziproken) inter-individuellen
Kontrolle durch mehrere sich gegenseitig hemmende (bzw. wachstumslimitierende) Untereinheiten wie Körperzellen, Nervenzellen, Tierarten (siehe z.B.
Räuber-Beute-Modell), Parteien etc. beruht, die sehr oft ihrerseits wieder aus kleineren sich gegenseitig kontrollierenden Untereinheiten bestehen (siehe auch
Darwinismus, Neuronaler Darwinismus (
Gerald M. Edelman),
Individuum,
Atomismus).
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