Unter Segmentierung versteht man bei der
Speicherverwaltung in einem
Betriebssystem die Unterteilung des benutzten
Speicheradressraums in einzelne
Segmente. Zweck der Unterteilung ist meist die
Implementierung von Schutzmechanismen. Je nach
Betriebssystem und unterliegender
Hardware können einem Segment verschiedene
Attribute zugewiesen werden. So können beispielsweise
Programm-,
Daten- und
Stack-Segmente festgelegt werden. Die jeweilige Speicherverwaltung sorgt dann unter anderem dafür, dass aus dem Programmsegment nur
Befehle aber keine Daten gelesen werden, oder dass Daten im Datensegment nicht als Befehle
interpretiert werden. Oft ist es auch möglich, Segmenten
Privilegierungsebenen zuzuweisen, sodass auf die entsprechenden Segmente nur von Programmen der gleichen oder einer höheren Privilegierungsebene zugegriffen werden können. Man kann so zum Beispiel Betriebssystemdaten und -befehle vor Zugriff durch andere Programme schützen. Häufig kann auch die
Zugriffsart (zum Beispiel nur lesen, nur schreiben, kein Zugriff) eingeschränkt werden. Manche Systeme erlauben auch Privilegierungsebenen-abhängige Zugriffsarteneinschränkung.
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