Ein Schandmal ist eine
Amputation oder
Narbe, die als
Strafe für ein
Vergehen oder
Verbrechen eingesetzt wurde. Neben der unmittelbaren Bestrafung durch
Schmerzen bestand der Zweck darin, die
Schande der betreffenden Person für alle Zeit kenntlich zu machen.Im
Mittelalter bis weit in die
Neuzeit wurden Gesetzesbrecher oft aus der Stadt oder aus der
Grafschaft gebannt. Um sie an der Rückkehr nachhaltig zu hindern, wurden ihnen nicht selten auch sehr drastische
Körperverletzungen angetan, mit dem Ziel, dauerhafte Spuren zu hinterlassen. Es wurden
Finger,
Hände oder andere
Glieder abgehackt,
Nase,
Ohren oder
Zunge abgeschnitten, Menschen wurden gebrandmarkt oder geblendet. Narbenbildende Hautverletzungen und aufgeschlitzte Ohrläppchen waren noch relativ humane Strafen, die auch relativ häufig verabreicht wurden.
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