In der Musik bezeichnet der Begriff Rhythmus allgemein die Zeitstruktur der Musik und speziell eine Folge von Dauern und
Pausen. Die Definition des Rhythmus als Dauernfolge stammt von
Aristoxenos, der die erste Theorie des Rhythmus schrieb. Er beschränkte die Dauer nicht auf die
Tondauer, sondern bezog auch die Sprachebene im Gesang und die Körperbewegung im Tanz mit ein, die in der Musik oft vereinigt sind. Pausen im Sinn von leeren Dauern führten erst spätantike Rhythmiker in die Theorie ein, etwa
Augustinus. Ein Polyrhythmus ist eine Schichtung von Rhythmen von gleicher Gesamtdauer; er erlaubt die Darstellung komplexer musikalischer Zeitstrukturen im allgemeineren Sinn des Rhythmus. In der abendländischen Musik ist die
Notation der Rhythmen als Folgen von
Notenwerten und Pausenwerten üblich, also mit den musikalischen Dauernzeichen der
Notenschrift. Der Rhythmus nimmt dort auf den gegebenen, meist regelmäßig wiederholten
Takt Bezug, und erhält dadurch eine Betonungsstrukur. Ein Rhythmus gegen den
Grundschlag des Takts wird als
synkopiert bezeichnet. Wie spannungsreich ein Rhythmus empfunden wird, ist stark davon abhängig, in welchem Mischungsverhältnis und in welcher Weise seine Akzente mit dem Grundschlag zusammenfallen oder aber von ihm abweichen. Speziell sind Rhythmen von Tänzen stets taktgebunden und tragen Eigennamen, z. B. Marschrhythmus, Walzerrhythmus, Sambarhythmus, Tangorhythmus, etc.
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