Der Prüfdruck (PT: test pressure) ist die Höhe des Druckes bei der Durchführung einer Festigkeitsprüfung. An einem druckbeaufschlagten Bauteil (Druckbehälter, Rohrleitung, Dampfkessel, druckhaltendes Ausrüstungsteil wie Ventile, Filter usw.) wird eine
Druckprüfung durchgeführt, um eine ausreichende Reserve der Festigkeit für den Betriebszustand nachzuweisen. Der angewandte Prüfdruck liegt daher immer über dem maximal zulässigen Betriebsdruck (PS). Aufgrund des höheren Druckes werden die Werkstoffe bis nahezu an die Streckgrenze belastet. (Anmerkung: Bei der Auslegung der Bauteile werden entsprechende Sicherheitsfaktoren berücksichtigt.) Außerdem werden bei der Bestimmung des Prüfdruckes die geringeren Werkstoffbelastungen bei Raumtemperatur gegenüber der Werkstoffbelastung bei Betriebstemperatur berücksichtigt. Aus Sicherheitsgründen werden Druckprüfungen unter Verwendung von Gasen meist mit geringeren Prüfdrücken durchgeführt. In diesen Fällen werden aber zusätzliche zerstörungsfreie Prüfungen gefordert (z.B.
Durchstrahlungsprüfung,
Ultraschallprüfungen der Schweißverbindungen).
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