Nasenpolypen sind
Ausstülpungen der chronisch entzündeten und
ödematösen Nasennebenhöhlenschleimhaut in den mittleren Nasengang, meist aus den Siebbeinzellen oder aus der Kieferhöhle. Sie können zu Behinderung der Nasenatmung und weiteren Erkrankungen der
Nasennebenhöhlen führen.Sie sind nicht zu verwechseln mit bei Kindern häufig entfernten Rachenmandeln (
Adenoide Vegetationen), die umgangssprachlich auch als "Polypen" bezeichnet werden.Leichtere Fälle können durch Gabe von
Glukokortikoiden (spezielle
Nasensprays) behandelt werden. Zumeist ist jedoch eine chirurgische Behandlung (z. B. eine
Infundibulotomie) unumgänglich, die häufig auch mit einer sogenannten Sanierung der Nasennebenhöhlen verbunden wird, um Atembeschwerden und Riechsinnverlust vorzubeugen. Diese wird meist
minimal-invasiv durchgeführt und erreicht Heilungsraten von etwa 50 % und eine Beschwerdebesserung in 90 % der Fälle.
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