Nahordnung ist in der
Festkörperphysik eine, nur bis zur Nähe regelmäßige Gruppierung von Teilchen um ein Bezugsteilchen, mit der Entfernung nimmt die Ordnung jedoch ab, zum Beispiel ein
Molekül in einer Flüssigkeit oder ein Atom in einem
Festkörper. Es werden hauptsächlich die
Bindungslängen und -winkel zu den nächsten Nachbarn zur Beschreibung der Ordnung verwendet. In Flüssigkeiten finden wir den "Idealfall" einer reinen Nahordnung, bei der die Molekülabstände (Atom- oder Molekülabstände) konstant sind und die "Bindungswinkel" stark schwanken. Zum übernächsten Nachbarn gibt es nahezu keine Korrelation der Bindungswinkel mehr. In der Natur tritt das gesamte Spektrum von Materialien zwischen reiner Nahordnung und
Fernordnung auf. Bei den Festkörpern, zum Beispiel dem Elementhalbleiter
Silicium, wird der
amorphe, nano
kristalline, mikrokristalline,
polykristalline und
monokristalline Zustand unterschieden. Dabei ist eine Zunahme der Ordnung von den nächsten und übernächsten Nachbarn, zur Ordnung im Nanometer-, Mikrometer, Millimeter- oder Zentimeterbereich zu beobachten. Der
monokristalline Zustand wird durch die
Fernordnung charakterisiert.
Mehr unter Wikipedia.org...