Der Ausdruck Mitralklappenprolaps bezeichnet eine angeborene Fehlbildung des Mitralklappenapparates. Dabei wölben sich die Anteile der
Mitralklappe (angelegt mit zwei Segeln wie eine
Mitra = Bischofsmütze) während der
Systole (Zusammenziehung des Herzens) in den linken Vorhof vor, häufig findet man auch eine Verplumpung und Ausfaserung der Klappenränder. Oft wird diese Besonderheit mit Hilfe der
Echokardiografie als Zufallsbefund im Rahmen einer anderen Diagnostik festgestellt. Der Mitralklappenprolaps ist die häufigste Klappenanomalie, von der etwa 5% der Bevölkerung betroffen sind. In den meisten Fällen symptomlos, kann diese Erkrankung jedoch auch ernste, unter Umständen sogar lebensbedrohliche Komplikationen hervorrufen. Aufgrund der Häufigkeit dieser Klappenanomalie werden viele Ärzte - Internisten, Allgemeinmediziner, Chirurgen, Anästhesisten - mit Fragen zum Mitralklappenprolaps konfrontiert, wobei die Gefährdung der Patienten durch den unterschiedlich schwer ausgeprägten Prolaps häufig nur mit großer Sachkenntnis richtig einzuschätzen ist.
Mehr unter Wikipedia.org...