Die Metaphysik (lat. metaphysica, von gr. metá „nach, hinter“ und phýsis „
Natur, natürliche Beschaffenheit“, d.h. „was hinter der Natur ist“) ist eine Grunddisziplin der
Philosophie. Die Metaphysik fragt in allgemeinster Weise danach, was ist, was existiert. Viele klassische metaphysische Entwürfe haben sich für die Strukturbeschreibung der Realität auf Objekte und Zusammenhänge bezogen, die jenseits dessen liegen, was empirisch zugänglich oder physikalisch beschreibbar ist: auf Ideen,
Universalien, Werte, moralische Tatsachen, eine universelle Vernunft, ein göttliches Prinzip oder auch überhaupt geistige Objekte und Fakten, die von Materiellem grundverschieden sind. Nur so schien ihnen der
Sinn und
Zweck der gesamten
Wirklichkeit erklärbar. Insbesondere spielten dabei Fragen eine Rolle wie: Verändert sich alles oder gibt es auch Objekte und Zusammenhänge, die bei allem Wechsel der Erscheinungen immer gleich bleiben? Warum existiert das
Universum und wie ist es entstanden? Gibt es einen
Gott und welche Eigenschaften besitzt er? Gibt es einen prinzipiellen Unterschied zwischen
Geist und
Materie? Wenn ja, wie ist er zu charakterisieren? Und wie sind dann Geist und Materielles aufeinander beziehbar? Besitzt der Mensch eine
Seele und wenn ja, ist diese unsterblich? Verfügt er über einen
freien Willen?
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