Der Begriff Mesoamerika ist eine räumlich-kulturell-historische Abgrenzung und bezeichnet ein Siedlungs-Gebiet in
Mittelamerika (Zentral-Amerika), dessen Kulturen sich hauptsächlich durch mehrere gemeinsame Merkmale auszeichneten. Der Begriff wurde 1943 von
Paul Kirchhoff eingeführt und vereinheitlichte damit einen vielfältigen und dynamischen
Kulturraum nach dem „Cultural-Area“-Konzept der US-amerikanischen cultural anthropology. Die zu dieser Zone gehörenden Kulturen wiesen folgende Merkmale auf:komplexe Gesellschaften auf der Basis von Bodenbau, die in einigen Fällen Herrschaftsstrukturen eines Staats erreicht haben. Ausgedehnte zeremonielle Zentren oder gar Städte mit aufwendigen Bauten (Pyramiden, Paläste, Ballspielplätze) Hohes kunsthandwerkliches Niveau. Bearbeitung von Stein, Keramik, Holz, Textilien, Malerei und Metallverarbeitung in der SchlussphaseEntwickeltes Kalenderwesen und zum Teil auch Schrift
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