Unter dem Begriff des Leninismus werden die Ansichten des russischen Marxisten und
kommunistischen Revolutionärs
Lenin zusammengefasst, der den
Marxismus an die historischen Bedingungen der damaligen
russischen Gesellschaft anpasste. Der Begriff tauchte erst nach Lenins Tod 1924 auf und wurde zuerst vor allem von
Stalin verwendet, ist heute aber in den allgemeinen Sprachgebrauch eingegangen. Lenin selbst sah sich nicht als Begründer einer neuen Lehre, sondern als Verteidiger des
Marxismus und dessen Anwender unter den gegebenen historischen Umständen. Zunächst verstand man unter Leninismus in der internationalen kommunistischen Bewegung vor allem die konsequente
revolutionäre Seite des Marxismus, im Gegensatz zu den sich auch auf den Marxismus beziehenden
Reformisten. Im Zuge der Diskussionen innerhalb der
Kommunistischen Partei Russlands (KPR(B)) nach dem Tode Lenins wurde im Streit um den richtigen weiteren Kurs der Partei der „Leninismus“ beschworen, was zunächst nichts anderes bedeutete als die Frage, ob man auf dem von Lenin eingeschlagenen
weltrevolutionären Kurs blieb oder nicht.
Mehr unter Wikipedia.org...