Ein Lehnwort ist das Ergebnis einer sprachlichen
Entlehnung, bei der ein
Wort aus einer Sprache (Gebersprache, Quellsprache) in eine andere Sprache (Nehmersprache, Zielsprache) übernommen wird. Die Gebersprache ist bei Entlehnungen nicht notwendig diejenige Sprache, in der das Wort ursprünglich entstand (Ursprungssprache), sondern sie kann auch eine vermittelnde Sprache (Vermittlersprache) sein. Ein Wort kann mehrmals, zu verschiedenen Zeiten und auch aus verschiedenen vermittelnden Gebersprachen in eine Sprache übernommen werden und in ihr dann auch in verschiedenen Bedeutungen, Lautungen und Schreibungen auftreten. Die Bestimmung der Herkunft von Wörtern ist Sache der
Etymologie, mit den Motiven, Gründen und Auslösern von Entlehnungen – und Bezeichnungswandel allgemein – beschäftigen sich die
Onomasiologie und die Sprachwandelforschung.
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