Laufzeiten
Im Finanzverkehr spielen Laufzeiten eine wichtige Rolle, ob man nun einen Kredit aufnimmt oder umgekehrt, bei seiner Bank eine Einlage einzahlt. Meist unterscheidet man dabei zwischen kurz-, mittel- und langfristig. Verschiedentlich werden mittel- und langfristig auch unter zlängerfristig" zusammengefaßt. Für statistische Zwecke hat die Bundesbank diese drei Kategorien exakt definiert. Kurzfristig ist hiernach ein Kredit, der längstens ein Jahr läuft. Langfristige Darlehen habe eine Laufzeit von mindestens vier Jahren, in der Sprache der Statistikers von vier Jahren und darüber. Alles, was dazwischen liegt, ist mittelfristig. Das gleiche Prinzip gilt auch für Einlagen. Abgestellt wird stets auf die vereinbarte Laufzeit. Ein Ratenkredit, der in 36 Monaten zurückzuzahlen ist, wird dementsprechend als mittelfristig angesehen, obwohl die erste Rate bereits im nächsten Monat fällig wird. Sofern eine Tilgung innerhalb von 48 Monaten oder mehr vereinbart wird, handelt es sich dagegen um einen langfristigen Kredit.
Wohnungsbau-Hypotheken und andere Investitionskredite sind in der Regel langfristig. Betriebsmittelkredite für Industrie und Handel werden als kurz- bzw. mittelfristige Ausleihungen in Anspruch genommen. Zu den kurzfristigen Krediten zählt insbesondere der Wechselkredit.
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