Langfristige Kredite
Langfristige Kredite wurden früher meist über den Kapitalmarkt d.h. durch Begebung von Anleihen oder durch Einschaltung von Spezialinstituten, wie z.B. Hypothekenbanken (Realkreditinstitute), aufgenommen. Die Geschäftsbanken erfüllten bei diesen klassischen Langfristkrediten im allgemeinen nur Vermittlerdienste. Sie sind dann aber immer stärker dazu übergegangen, ebenfalls Darlehen mit Laufzeiten von vier und mehr Jahren anzubieten, besonders für Baufinanzierung und gewerbliche Investitionen. Die Großbanken haben sich hier als Schrittmacher betätigt; sie bieten mittlerweile viele Varianten an: vom herkömmlichen Baudarlehen bis zum tilgungsfreien Gewerbekredit, der bei Fälligkeit durch eine eigens hierfür abgeschlossene Lebensversicherung abgelöst wird. Die finanzielle Basis für dieses Hineinwachsen in längerfristige Bankgeschäfte schufen der wachsende Bestand an Spargeldern, aber auch die Ausgabe von Bankobligationen und Sparbriefen. Abgesichert werden solche langfristigen Ausleihungen im allgemeinen durch
Grundpfandrechte wie Hypotheken und Grundschulden. Laufende Tilgung sind die Regel.
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