Der Lästerstein oder Lasterstein ist eine Form der
Bestrafung durch die
Niedere Gerichtsbarkeit in der
Frühen Neuzeit, womit eine Person belegt wurde, die sich in unangemessener Weise über andere
Bürger äußerte. Diese Strafe zählt zu den
Ehrenstrafen. Dieser war eine Kette mit Steinfratzen, die um den Hals gelegt wurde. Die betreffende Person wurde damit durch die gesamte Stadt geführt oder an einem öffentlichen
Platz an den
Pranger gestellt. Wer mit dem Lästerstein in der Stadt gesehen wurde, dessen
Leumund war damit restlos ruiniert, und er oder sie galt fortan nicht mehr als
ehrbar. Damit haftete ein
Makel an der Person. Das bedeutete beinahe eine
Ächtung der Person innerhalb des Ortes und erhebliche soziale und kommunikative Einschnitte, weil zugleich der Verkehr mit einer solchen Person als anrüchig galt. In gewisser Weise diente dieses Instrument zur innerstädtischen
Sozialdisziplinierung. Zugleich war er aber auch ein Instrument für eine
gesellschaftliche
Diskriminierung.
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