Kreuzen bedeutet beim
Segeln, ein Ziel im "Zickzackkurs" anzulaufen, weil es in einer Richtung liegt, aus der der
Wind weht.Ziele im Wind können beim Segeln nicht direkt erreicht werden. Es sind Kreuzschläge erforderlich, bei denen mehrfach
Wendemanöver gefahren werden. Nach jeder Wende wird möglichst
hoch am Wind, abwechselnd auf
Backbord-Bug und
Steuerbord-Bug, gesegelt, um sich dem Ziel zu nähern.Die Anzahl der notwendigen Kreuzschläge hängt vom Wendewinkel des
Segelboots oder
–schiffs, dem günstigsten Winkel zwischen zwei Wenden, ab (im Bild weiß gezeichnet). Dieses Maß für die Kreuzeigenschaften eines Schiffes besagt, wie hoch am Wind es noch gut Fahrt macht. Bei Regattaschiffen liegt der Wendewinkel bei unter 70°, bei Fahrtenyachten beträgt er oft 100° und mehr. Ziele mit kleinerem Winkel können nicht auf direktem Weg erreicht werden. Die rahgetakelten
Großsegler früherer Handelsmarinen hatten oft sehr schlechte Kreuzeigenschaften, man zog es deshalb unter Umständen vor, bessere Windverhältnisse abzuwarten.
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