Konrad Koch, eigentlich Wilhelm Carl Johann Conrad Koch, (*
13. Februar 1846 in
Braunschweig; †
13. April 1911 ebenda) war ein deutscher Lehrer, der 1874 das
Fußballspiel in Deutschland einführte.Seine Schulzeit absolvierte er am
Martino-Katharineum in Braunschweig und studierte ab 1864
Theologie und
Philologie, zunächst in
Göttingen, später in
Berlin und
Leipzig.1868 kam er wieder als Lehrer an seine alte Schule, an der er bis zum seinem Tode 1911 die Fächer Deutsch und Alte Sprachen unterrichtete. Koch erkannte bereits früh, dass sportliche Aktivitäten unter freiem Himmel für Schüler förderlich sind. So führte er 1872 zusätzlich zum bereits damals bestehenden Turnunterricht sogenannte „Schulspiele“ ein, wobei er von seinem Kollegen und Turnlehrer August Hermann (1835-1906) unterstützt wurde. Im Zuge dieser „Spiele“ kam es 1874 zum ersten
Fußballspiel im Schulunterricht. Dieses erste Fußballspiel auf deutschem Boden wurde im Herbst 1874 von Schülern des Martino-Katharineums auf dem sogenannten „Kleinen Exerzierplatz“ an der Rebenstraße (heute Rebenring) unter der Leitung von Koch und Hermann ausgetragen. August Hermann hatte einen Ball aus England besorgt, der einfach, ohne Erklärung, unter die Schüler geworfen wurde. Dieses Experiment gilt als die Geburtsstunde des Fußballs auf dem Kontinent. Die Stadt Braunschweig würdigte dieses historische Ereignis am 9. Juni 2006 zur Eröffnung der Fußball WM in Deutschland mit einer Gedenktafel am Rebenring, vor dem ehemaligen „Kleinen Exerzierplatz“. Eine weitere Gedenktafel hängt am Martino-Katharineum.
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